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Klöckner & Co kaufen


25.11.2009
SRH AlsterResearch

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von SRH AlsterResearch, Claudius Schmidt, stuft die Aktie von Klöckner & Co (ISIN DE000KC01000 / WKN KC0100) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.

Klöckner & Co habe den Worten Taten folgen lassen. "Wir fürchten nicht die Finanzkrise, sondern wir bauen unseren Marktanteil aus", habe der am 1. November zum Vorstandschef aufgerückte CFO Gisbert Rühl erklärt. Mit der in die Wege geleiteten Akquisition der Becker Stahl Service Group aus Unna-Bönen sei Klöckner & Co ein großer Wurf gelungen. Er stelle die größte Bereicherung des Firmenportfolios seit dem Börsengang dar.

Becker sei ein Zurichter für Flachstahl (Band, Blech und Feinblech), der auf der Abnehmerseite international aufgestellt sei und eine Verarbeitungskapazität von über 1 Mio. Tonnen jährlich für alle Materialstärken aufweise. Becker habe im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 (30.9.) rund 600 Mio. EUR Umsatz mit ansehnlichen EBITDA-Margen erzielt. Klöckner & Co stärke damit seinen Gesamtumsatz um etwa 15%, vor allem seine Position im Bereich Automotive, wo Becker rund 360 Mio. EUR umsetze.

Zugleich werde die Verhandlungsposition gegenüber den Stahlproduzenten enorm verbessert, die Synergieeffekte würden zu einer höheren Lagerumschlagshäufigkeit führen, das Working Capital der Gruppe könne auch in einem signifikanten Konjunkturaufschwung vergleichsweise niedrig gehalten werden, und Klöckner & Co katapultiere sich durch den Erwerb des größten und modernsten Stahl Service Centers (SSC) auf die führende Position in der EU im Bereich Bleche.

So blendend Klöckner & Co mit dieser außergewöhnlichen Akquisition für die Zukunft präpariert sei, so zäh und lästig hafte die Krise noch dem Ergebnis 2009 an. Der Umsatz im dritten Quartal sei mit 934 Mio. EUR leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurückgeblieben. Bei bis in den September hinein anziehenden Stahlpreisen habe sich die EBITDA-Marge mit 1,2% aber leicht verbessert gegenüber dem desolaten ersten Halbjahr gezeigt. Dazu hätten auch Kostensenkungen und ein Ende der Abschreibungen auf Lagerbestände beigetragen.


Nach dem Umsatzeinbruch um rund 47% in den ersten neun Monaten 2009 sehe das Unternehmen derzeit Chancen für ein geringfügiges organisches Wachstum im nächsten Jahr. Dabei würden die Analysten für den nordamerikanischen Markt nach seinem überproportionalen Einbruch 2009 nicht zuletzt dank der Konjunkturprogramme eine stärkere Belebung als in Europa erwarten. Dies werde durch den zugekauften Umsatz von Becker Stahl Service aber überkompensiert. Die Margenentwicklung habe freilich in Europa den größeren Nachholbedarf. Es zahle sich aus, dass in Nordamerika die beiden vor der Krise erworbenen Grobblech-Spezialisten dank ihrer vollen Integration in den Klöckner-Konzern heute effizienter denn je arbeiten würden.

Auch 2010 sei mit keiner durchschnittlichen Auslastung der Stahlwerke von über 80% zu rechnen. Wichtiger für Klöckner & Co sei aber die Tatsache, dass seine Kunden unter Kaufzwang stünden, nachdem der Lagerabbau die Schmerzgrenze erreicht habe.

Noch bis in den Sommer hinein habe erwartet werden können, dass Klöckner & Co beim Ziel, sich zu vergrößern, bei einem margenschwachen, unterkapitalisierten und aufgrund der Krise mit dem Rücken zur Wand stehenden Wettbewerber zugreifen würde. Insofern stelle die noch vom Kartellamt abzusegnende Übernahme von Becker Stahl Service abermals eine gelungene Überraschung dar. Bis zum September habe Klöckner & Co auf der Passivseite alle Risiken und Altlasten abgetragen. Die Krönung sei die gut getimte Kapitalerhöhung gewesen, aus der ein Nettomittelzufluss von 193 Mio. EUR resultiert habe.

Jetzt sei mit der Übernahme des gut positionierten Flachstahl-Spezialisten Becker auch auf der Aktivseite ein Überraschungscoup gelungen, dessen Wert und Bedeutung mittelfristig gar nicht hoch genug eingeschätzt werden könnten. Beckers EBITDA-Marge solle selbst im laufenden Krisenjahr über der mit mehr als 6% angegebenen mittel- und langfristigen Zielvorstellung der künftigen Muttergesellschaft liegen.

Die Analysten würden ihre Einschätzung bekräftigen, dass 2010 zwar wieder ein klar positives Nettoergebnis erziele (1,20 EUR je Aktie); ein Absatzniveau wie 2007 könne aber trotz der Akquisition frühestens 2011 erreicht werden. Die Umsatzprognosen für 2010 hätten die Analysten entsprechend angepasst.

Die Analysten hätten den Eindruck gewonnen, dass Klöckner & Co seine höchst ambitionierten strategischen Pläne auch in einer extrem schwierigen Phase des Stahlmarktes umsetze. Man habe sich von Anfang an nicht damit begnügt, auf die Auswirkungen des dramatischen Geschäftseinbruchs zu reagieren, sondern ein offensives, aktives Krisenmanagement an den Tag gelegt.

Das Anlageurteil der Analysten von SRH AlsterResearch für die Klöckner & Co-Aktie lautet weiterhin "kaufen" und ist mit einem konservativen Kursziel von 18 EUR unterlegt. Es entspreche einem KGV von 15 auf Basis der Ergebnisschätzungen der Analysten für 2010. Der aus dem DCF-Modell errechnete faire Wert der Aktie liege weiterhin klar darüber. (Analyse vom 25.11.2009) (25.11.2009/ac/a/d)




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